Ehemaliger Aktivist von „Pro NRW“ zu 2,5 jähriger Haftstrafe wegen Mitgliedschaft in der kriminellen Vereinigung „Freundeskreis Rade“ verurteilt.

© Redaktion Kein Veedel für Rassismus, Ehrenfeld - Jonas Ronsdorf mit Markus Beisicht und Markus Wiener auf einer Pro Köln-Demo gegen die Ehrenfelder Moschee am 08.11.2008
© Redaktion Kein Veedel für Rassismus, Ehrenfeld – Jonas Ronsdorf mit Markus Beisicht und Markus Wiener auf einer „Pro Köln“-Demo gegen die Ehrenfelder Moschee am 08.11.2008.

Seit über einem Jahr lief das Verfahren gegen insgesamt 7 Neonazis aus Radevormwald, denen Mitgliedschaft in der Neonazi-Gruppierung „Freundeskreis Rade“ vorgeworfen wurde. Der sogenannte Freundeskreis hatte zwischen 2011 und 2012 mit äußerster Brutalität in Radevormwald agiert. Allein 12 Überfälle und Schlägereien gegen (vermeintlich) Linke und Menschen mit Migrationshintergrund gingen in diesem Zeitraum auf das Konto des „Freundeskreises“. Jetzt endete das Verfahren mit Haftstrafen für 6 der Angeklagten, die mit einer Ausnahme zur Bewährung ausgesetzt wurden. Allein Jonas Ronsdorf wird als Rädelsführer eine Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten antreten müssen. Jonas Ronsdorf war neben seinen neonazistischen Aktivitäten langjähriger Aktivist von „Pro NRW“ und auf zahlreichen Demos von Pro Köln in Köln als Teilnehmer und Ordner zu sehen. Sein Bruder Tobias, ebenfalls Angeklagter im Verfahren gegen den Freundeskreis, saß für „Pro NRW“ im Stadtrat von Radevormwald. Er wurde von der Mitgliedschaft freigesprochen, aber wegen begangener und versuchter Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Die weiteren Angeklagten Daniel K. und Marius D. saßen bis zu den Polizeiaktionen 2012 als sachkundige Bürger für „Pro NRW“ in einem Ausschuss des Stadtrates von Radevormwalde. Weitere Informationen zum Sachverhalt HIER

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