Flüchtlinge sind in Blumenberg und Worringen willkommen

refugee_welcomeBei den Informationsveranstaltungen der Stadt Köln in Blumenberg und Worringen geht es – wie bisher – darum, wegen aufkommender Proteste der Bevölkerung eine bessere Akzeptanz neuer Flüchtlingsunterkünfte zu erreichen, indem ein fertiges Konzept (Details zu Lage, Größe und Ausstattung sowie Zeitplan) erläutert und Fragen der Besucher beantwortet werden, um vor allem Bedenken zu zerstreuen bzw. Sorgen zu beschwichtigen.

Aus unserer Sicht hat diese Vorgehensweise nur teilweise die erwünschten Erfolge erzielt. Die Kampagne „kein Veedel für Rassismus“ fordert wie viele andere Akteure die Erfüllung der Leitlinien zur Unterbringung für Geflüchtete, die humanere Lebensbedingungen in Wohnungen schafft,  eine gute Nachbarschaft ermöglichen und dadurch nicht zuletzt den offenen und latenten Rassismus in der Gesellschaft abbauen hilft.

Ansätze von  „Willkommenskultur“ aufzubauen, wurde bei bisherigen Unterkünften im wesentlichen den z.T. spontan entstandenen AnwohnerInitiativen überlassen – und diese fühlen sich nicht selten von der Stadt oder den jeweiligen Trägern der Unterkünfte behindert. Auch (zukünftigen) Bewohner/innen der Unterkünfte wird nicht auf Augenhöhe begegnet, indem sie etwa zu den Informationsterminen eingeladen werden und indem sie ein Mitspracherecht bei ihren Lebensbedingungen haben.

Informationen zum Thema „Willkommenskultur“ findet ihr bei der Amadeo-Antonio-Stiftung. Unter dem Titel „Willkommenskultur selber machen!“ wurde gemeinsam mit PRO ASYL eine Broschüre veröffentlicht. Diese findet ihr HIER. Als weiteres solltet ihr einen Blick auf folgende Homepage werfen: „Willkommen in Sürth“ – www.wisue.de . Das Engagement vor Ort sehen wir als sehr gutes Beispiel an.

Die Informationsveranstaltungen der Stadt Köln finden in Worringen am 18.09.2014 ab 19:00 Uhr im Vereinshaus, Sankt Tönnis Str.68, 50769 Köln statt. In Blumenberg findet die nächste Veranstaltung am 24.09.2014 um 19:00 Uhr im Gemeindesaal, Schneebergstr. 63, 50765 Köln statt.

Die Rechtspopulisten von „Pro Köln“ versuchen wieder nach den alten Mustern, gegen Flüchtlinge zu hetzen. Markus Wiener und Michael Gabel (beide von „Pro Köln“) unterstützen eine Facebook-Seite sowie Petition wo angebliche „Anwohner (?)“ versuchen, Argumentationen gegen die Flüchtlingsunterbringungen in Blumenberg und Worringen zu formulieren. Dass vor allem der Petitions-Text Unwahrheiten beinhaltet, fremdenfeindlich und mit vielen Vorurteilen bestückt ist, fällt wahrscheinlich den meisten auf. Als Beispiel wird im Petitions-Text mit den Worten „Flut an Asylanten“ gearbeitet. Durch diese Stimmungsmache kann der Nährboden für rechtsextreme Gruppierungen bereitet werden. Wir werden das Vorgehen im Internet weiter beobachten und uns bei den Veranstaltungen in Blumenberg und Worringen einbringen. Falls Personen von „Pro Köln“ und AfD die Versammlungen nutzen werden, um rassistische Stimmung zu machen, sollte es einen Vorbehalt geben, diese des Raumes zu verweisen.

Die Informations- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum steht ebenfalls bei Fragen zur Verfügung.
Tel.: 0221-221-27162
Mail: ibs@stadt-koeln.de