Hat „Pro NRW“-Generalsekretär Christopher von Mengersen sein Bonner Ratsmandat gekauft?

© Redaktion Kein Veedel für Rassismus - Fotoinfo: C. von Mengersen
© Redaktion Kein Veedel für Rassismus – Fotoinfo: C. von Mengersen

Am 23.02.2016 26.01.16 27.01.16 (Termin zum zweiten Mal verschoben) findet vor dem Bonner Amtsgericht eine Verhandlung in einem Rechtsstreit zwischen Christopher von Mengersen und Detlef Schwarz statt. Im Raum steht offensichtlich die Frage, ob Mengersen sein Ratsmandat von Detlef Schwarz abgekauft hat, und eine daraus resultierende, nicht beglichene Leistung. Mengersen soll eine Schuldanerkennung abgegeben haben, in der eine monatliche Zahlung an Schwarz vereinbart worden war.

Das würde bedeuten, dass Schwarz 2014 sein Ratsmandat gegen Geldzahlungen an Mengersen abgetreten hat. Nach dem Streit zwischen Schwarz und „Pro NRW“ und seinem Austritt aus der Partei hatte Mengersen demnach seine Zahlungen eingestellt.

Nun ja, wenn man schon nicht gewählt wird, dann muss man eben mit Geld nachhelfen. Geld scheint generell der Hauptgrund für von Mengersens Beliebtheit bei „Pro NRW“ zu sein. Bei der Kommunalwahl 20014 soll von Mengersen größere Summen für den Wahlkampf bereitgestellt haben. Genützt hat es allerdings nichts.  Seit dem miserablen Abschneiden bei der Kommunalwahl befindet sich die Partei im konstanten Sturzflug Richtung Bedeutungslosigkeit. Fast alle Parteistrukturen in NRW sind mittlerweile zu Manfred Rouhs‘ „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ übergelaufen. Um überhaupt noch jemand zu Kundgebungen mobilisieren zu können, arbeitet „Pro NRW“ seitdem offen mit der Neonazi- und Hooligan-Szene zusammen.

Die Verhandlung findet am Dienstag, 26.01.2016, Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 2. Stock, Sitzungssaal S 2.18 (Saalbau) um 9:45 h statt.