Heftige Ausschreitungen bei Demonstration gegen den Migrationspakt der „Patrioten NRW“ in Düsseldorf

Rechte greifen GegendemonstrantInnen an, mindestens eine Person verletzt

450 TeilnehmerInnen zählte die Kundgebung und Demonstration der „Patrioten NRW“ gegen den Migrationspakt heute in Düsseldorf. Mindestens ein Drittel davon gehörte dem extrem rechten Hooligan-Spektrum an. Mit dabei auch der Kölner „Begleitschutz e.V./Internationale Kölsche Mitte um Dennis Mocha. Nach einer Auftaktkundgebung mit RednerInnen der unterstützenden Gruppierungen wurde der beginnende Demonstrationszug zunächst kurz von einer kleinen Sitzblocke gestoppt. Als die Blockade von der Polizei beiseite geschoben worden war, setzte sich die Demonstrationsspitze fast unbegleitet von Polizei in Bewegung. Als die Demonstration nach 50 Metern auf weitere GegendemonstrantInnen traf, wurden diese sofort von Teilnehmern der rechten Demonstration angegriffen. Mindestens ein Gegendemonstrant erhielt Gesichtsverletzungen und musste von Sanitätern behandelt werden. Mit Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray drängte die Polizei den rechten Mob zunächst zurück, es kam aber zu weiteren Angriffsversuchen seitens der Rechten. Mehrere Personen wurden Ingewahrsam genommen. In die Auseinandersetzungen war auch der angeblich so friedliebende Begleitschutz e.V./Internationale Kölsche Mitte um Dennis Mocha verwickelt. Mocha, der außerdem Pressefotografen bedrohte und bespuckte, konnte von seinen Begleitern nur mühsam von gewalttätigen Angriffen abgehalten werden. Die „Patrioten NRW“ kündigten auf ihrer Abschlusskundgebung an, ab Januar monatlich in Düsseldorf aufmarschieren zu wollen. An der antischaschistischen Gegenkundgebung nahmen mehrere Hundert Menschen Teil. Auf dem Demonstrationsweg kam es immer wieder zu kleineren Blockadeversuchen und lautstarkem Protest.