Wie gefährlich sind die Neuen Rechten – auch in Köln?

Lese-Show mit Autor Christian Fuchs

Kein Veedel für Rassismus lädt am 10. Oktober 2019 um 19 Uhr im EL-DE-Haus zur Lese-Show „Wie gefährlich sind die Neuen Rechten – auch in Köln?“ ein. Dabei wird der Zeit-Journalist und Autor des Buches Das Netzwerk der Neuen Rechten (Rowohlt Polaris) Christian Fuchs mit Texten, Bildern und Videos enthüllen, wer und wie viele die Neuen Rechten sind – und warum sie nicht nur ein Problem des Ostens ist.

Wann: 10.Oktober 2019, um 19:00 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum / EL-DE-Haus,
Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

Der Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zeigt, wie präsent Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft ist. Gerade erst hat der Verfassungsschutz auch die Identitäre Bewegung als gesichert rechtsextrem eingestuft. Der Verfassungsschutz wirft ihr geistige Brandstiftung vor, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist und Grundlage für Übergriffe und Gewalttaten werden kann. Gleichzeitig ist die Identitäre Bewegung gewichtiger Teil im Netzwerk der Neuen Rechten.

Der Autor Christian Fuchs legt dar, wie vermeintlich hip und harmlos die Identitären auch in Köln für sich werben: Vor drei Jahren hissen sie flashmobmäßig ein Banner vom Hauptbahnhof und fordern „Remigration“.  Die Wortschöpfung bedeutet der Recherche zufolge nichts anderes als Abschiebung, stellt gleichzeitig Ausländer*innen unter Generalverdacht und erzählt die Mär von einer gesteuerten Überfremdung durch Muslime mit.

© Stephan Pramme
Autor: Christian Fuchs

Der Journalist des Wochenmagazins Die Zeit deckt außerdem auf, wie die Identitären mit der einer Kölner Burschenschaft verbunden sind. Mitglieder der Studentenverbindung sitzen wiederum für eine Partei in Landtagen und im Bundestag. Die Neuen Rechten nutzen aber auch Netz und Kultur: Das erfolgreichste Online-Medium der Szene, das Blog PI News, hat seinen Sitz in Köln. Gleich um die Ecke in Lützenkirchen erscheint Arcardi, das Jugendmagazin der neurechten Szene und aus Leverkusen werden Trollarmeen gesteuert.

Christian Fuchs wird erläutern, wer das Netzwerk lenkt, wer es finanziert und wie es die Gesellschaft verändert. Wir von Kein Veedel für Rassismus wollen an dem Abend auch wissen: Wie erkennen wir die Neuen Rechten und was können wir gegen Rechtextremismus tun?

Mit der Lesung macht Kein Veedel für Rassismus den Auftakt zu einer Reihe, in der Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen mit uns diskutieren.

 

Tickets

Sende verbindlich deinen Namen, Anschrift und Anzahl der Personen an: kontakt@kvfr.de
Die verbindlich reservierten Tickets dann spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
bis 18:30 Uhr an der Kasse im EL-DE-Haus abholen und die Tickets dort bezahlen. Früher da
sein lohnt sich aber: Im Eintritt inbegriffen ist die Ausstellung über die Kölner NS-Geschichte
im EL-DE-Haus (ehemaliges Kölner Gestapo-Hauptquartier).


Kosten:
inkl. freiem Zugang zur Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums an dem Tag der Lesung 4,50 Euro für Erwachsene, 2,00 Euro ermäßigt. Kostenlos für Schüler*innen, Köln-Pass-Inhabende und unter 18-Jährige Kölner*innen.

Karten: Im NS-Dokzentrum zu den Öffnungszeiten (Di – Fr 10 bis 18 Uhr, Sa, So, Feiertage 11 – 18 Uhr, 1. Do im Monat 10 – 22 Uhr) und online mit verbindlicher Reservierung per Mail an: kontakt@kvfr.de

Veranstalter: Kein Veedel für Rassismus in Kooperation mit der Volkshochschule Köln und der LOTTA

Weitere Infos:www.rowohlt.de und www.neuerechte.org

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Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.