„Kögida“ = „Pro Köln/Pro NRW“ + Neonazis + Nazi-Hooligans (Hogesa)

© Redaktion Kein Veedel für Rassismus
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Langsam bekommt „Kögida“ = „Pro Köln“ wohl doch kalte Füße. Zu deutlich haben die letzten Aufmärsche gezeigt, was Kögida ist: Neben der „Pro Köln/Pro NRW“-Führungsriege und der üblichen Handvoll „Pro Köln“-RentnerInnen mobilisiert „Kögida“ ausschließlich Neonazis und extrem rechte und gewaltbereite Hooligans aus dem „Hogesa“-Spektrum. Da das auf Dauer
schlecht für’s Image ist: heißt es in dem „Kögida“-Aufruf für den 28.01.:

„WICHTIGE HINWEISE FÜRS NÄCHSTE MAL: Wir sind das Volk und das wollen wir auch artikulieren. Dazu gehören auch ‚Sprechchöre‘ – keine Frage. Allerdings sind wir eine überparteiliche und bürgerliche Protesform der Mitte und keine Hooligan-Veranstaltung…
Sprechchöre für irgendwelche Parteien, aber auch solche wie „wir sind hier, wir sind da – Hogesa“ oder „damals wie heute – Hogesa-Leute“ oder „linkes Gezeter – 9 Millimeter“ sind völlig deplaziert und nicht Teil der „Kögida“-Bewegung…  
Und noch was (auch wenn es selbstverständlich sein sollte): Wer mit Pfefferspray, Schlagtstock, Schlagring, Pyrochtechnik oder anderem sinnlosen Kram auf unsere Veranstaltung kommt und damit von der Polizei erwischt wird, schadet nicht nur sich selber, sondern auch der ganzen
Bewegung…
Wir bitten alle Teilnehmer zur nächsten Kundgebung am Mittwoch, 28. Januar, kleine Taschenlampen oder Leuchtstäbe mitzubringen. Die Betonung liegt dabei auf klein – maximal 10cm Gesamtlänge!!! Die „große Maglite“ bleibt bitte zu Hause…“ (Alle Fehler im Original)

Da wird sehr deutlich, wie „Kögida“=“Pro Köln/Pro NRW“ das eigene Klientel einschätzt. Und damit nicht wie beim letzten Mal schon nach der Hälfte der Veranstaltung der Großteil der Anhängerschaft in der Kneipe sitzt, gibt es noch ein Versprechen: „Ja – und auch die Reden werden gestrafft, völlig richtig!“

Da sind wir aber gespannt, wie „Kögida/Pro Köln/Pro NRW“ das umsetzen wird. Das
Hooligan- und Neonazi-Publikum wird davon nicht sehr begeistert sein. Aber vielleicht ist der große „Pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht unruhig geworden. Nachdem seine Duisburger Ratsfraktion abtrünnig geworden ist, und der Bezirksverband Bergisches Land sich zunehmend
wieder auf die Seite von „Pro Deutschland“ und Manfred Rouhs begibt, hat er Schwierigkeiten, den Laden zusammen zu halten. Und jetzt hat er mit „Pro Köln/Kögida“ auch noch ein offensichtliches Nazi-Problem am Hals.

Am 16.10.2014 verkündete Beisicht noch in einem „Interview“:

„Herr Beisicht, man wirft „Pro NRW“ in diversen Medien derzeit vor, gemeinsam mit gewaltbereiten Hooligans Protestaktionen gegen Salafisten durchzuführen. Gibt es tatsächlich eine Zusammenarbeit von „Pro NRW“ mit sogenannten Hooligans?

Eine solche Zusammenarbeit gibt es selbstverständlich nicht. Für mich steht der Begriff Hooligans für Gewalt. Ich kann mich noch gut an die schrecklichen Vorfälle anlässlich der Fußball-WM 1998 in Frankreich erinnern. Dort hatten damals deutsche Hooligans einen französischen Polizeibeamten durch völlig unmotivierte Gewalt schwer verletzt, so dass
dieser noch heute an den Folgen der Gewalttat leidet. Als seriöse betont grundgesetzkonforme Plattform distanzieren wir uns von jeder Art von Gewalt gegen politisch Andersdenkende. PRO NRW unterstützt demzufolge keinerlei Hooligan-Demonstrationen, egal an welchem Ort in Deutschland.“

Das stellt sich in Köln doch etwas anders da. Und „Kögida“-Statements wie: „Das Grundgesetz ist nur eine Übergangslösung bis heute!“ (s. Unsere Forderungen an die herrschende Politkaste) passen auch nicht so gut zu der von Beisicht gebetsmühlenartig vorgetragenen „Grundgesetzkonformität“.