Kein Veedel für Rassismus

Ganz Köln gegen Rassismus

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Aktion „Brauner Sack“

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Hol dir den „Braunen Sack“ oder alternativ eine Tüte. Stell dich neben den Stand der AfD und fordere die Passanten*Innen auf, den rassistischen Müll direkt bei dir zu entsorgen. Am besten du machst diese Aktion mit 3-4 Freunden*innen/Bekannten. Mache ein Foto von von der Aktion und sende es an: kontakt@kvfr.de

11. Januar 2025
AfD, Antifa, Bühne, Köln, No Nazis, Veedel

AfD WATCH Köln

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Bitte beschreibt möglichst genau den Standort, wo AfD auftaucht. Die Kommunikationskanäle stehen auf der folgenden Kachel.

17. Januar 2025
AfD, Antifa, Front, No Nazis

Die „Kein Veedel für Rassismus“-Fahnenaktion geht weiter

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Die Aktion „11.000 Fahnen für Köln“ entstammt einem Arbeitskreis von Kein Veedel für Rassismus. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Kölner:innen die Fahnen mit der wichtigen Botschaft KEIN VEEDEL FÜR RASSISMUS vor der Kommunalwahl 2020 und vor der Bundestagswahl 2021 in ganz Köln sichtbar gemacht haben.  Unsere Idee war vor der Kommunalwahl 2020 rund 11.000 Fahnen drucken zu lassen und zu verteilen. Am Ende waren es viel mehr. Das ist euch zu verdanken! Leider sind extrem Rechte und Faschist:innen weiterhin und es ist immer noch wichtig Flagge/Fahne zu zeigen. Die Bedrohungen durch Rechtsextremismus, Hassmorde, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und genereller Diskriminierung von Minderheiten quer durch unsere Republik, haben gezeigt, schweigen können wir nicht mehr, wir müssen ein Zeichen setzen.  Mit dieser Aktion kannst Du auch 2025 sichtbar mit deiner Fahne ein Zeichen gegen Rassismus setzten!  Erwähnen möchten wir wie die Kölner AfD auf die Fahnen-Aktion reagiert hat. Neben mehreren Äußerungen gegen die Fahnen-Aktion hat die Kölner AfD ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl 2020 (!) am 21.03.2021 noch einmal versucht (Aktenzeichen: AN/0541/2021) gegen die Fahnenaktion vorzugehen. Wegen „des politischen Neutralitätsgebotes“ sollten die Fahnen an städtischen Schulen entfernt werden und die Schulleiter:innen sollten an einer Weiterbildungsmaßnahme zu „politischer Neutralität an...

13. Januar 2025
Allgemein, Europa, Front, Kein Veedel Für Rassismus, Köln

30 Jahre Brandanschlag in Solingen

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Kampfsporttraining der Täter mit Unterstützung des Verfassungsschutzes Markus Beisicht und die rechtsextremen Kampfsportler von Hak Pao.

26. Mai 2023
Allgemein, Front

Infotreff in Nippes

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Wir laden alle laden alle interessierten Menschen aus Nippes und Umgebung herzlich zu unserem Kennenlernabend ein!

23. Januar 2023
Allgemein, Antifa, Front, Kein Veedel Für Rassismus, Nord, Stadt Köln

Nazi in Köln – Nicht mit uns!

von Redaktion Kein Veedel fuer Rassismus

Wir rufen am 4.12.2022 zum Protest gegen Nazis ins Köln auf und stellen uns ihnen entgegen.

23. November 2022
Antifa, Front, Innenstadt, Köln

Wichtige Termine

September 2026

Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
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  • 1999 Todestag Patrick Thürmer

    1999 Todestag Patrick Thürmer

    2. Oktober 2026
    Hohenstein-Ernstthal, 09 Hohenstein-Ernstthal, Germany

    https://www.instagram.com/p/DAnj-wtqy4d/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    #KeinVergessen: Wir gedenken des 17-jährigen Punk Patrick Thürmer, der heute vor 25 Jahren in der Nacht auf den 02. Oktober von drei Neonazis auf dem Rückweg von einem Konzert brutal angegriffen und ermordet wurde. Der 17-jährige Patrick Thürmer aus Oelsnitz absolvierte gerade eine Ausbildung zum Maler und Lackierer in einer Berufsschule in Oberlungwitz. Patrick ist Punk und besucht ein Punk-Konzert, das im sächsischen Hohenstein-Ernstthal stattfindet. Seit Wochen hat er sich darauf gefreut.

    Drei Dutzend Neonazis greifen jedoch das Konzert und seine Besucher*innen an. Manche Punks des Festivals wollen die rechtsextreme Gewalt nicht hinnehmen und greifen deshalb die Diskothek “La Belle” an, weil sie davon ausgehen, die Neonazis würden sich dort aufhalten. Das wird Patrick Thürmer zum Verhängnis, die Neonazis wollten Vergeltung. Auf dem Rückweg vom Konzert, wird er von Neonazis überfallen, die mit ihrem Kleinbus Jagd auf Punks machen. Die Täter prügeln mit einem Axtstiel und einem Billardqueue auf den Malerlehrling ein. In den frühen Morgenstunden wird Patrick Thürmer mit schweren Kopfverletzungen gefunden. Wenige Stunden später stirbt er im Zwickauer Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

    Vor Gericht prahlen die drei angeklagten Totschläger im Alter von 21 bis 24 Jahren damit, dass der Malerlehrling „stellvertretend für jene Linken“ starb, die an dem Angriff auf die Diskothek beteiligt gewesen seien. Ein rechtsextremes Motiv sieht das Gericht dennoch nicht. Im September 2000 verurteilt das Landgericht Chemnitz den 23-jährigen Haupttäter wegen Totschlages zu elf Jahren Haft. Erst seit 2012 ist Patrick Thürmer als Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen offiziell anerkannt.

    Fast 6 Jahre nach Patrick Thürmers Tod wird die Diskothek „La Belle“, die als Szenetreff gilt, noch einmal zum Schauplatz rechtsextremer Umtriebe. Im März 2005 gibt es eine Razzia gegen ein Rechtsrock-Konzert mit mehr als 500 Teilnehmern. Erst 15 Jahre nach Patrick Thürmers Tod kann seine Familie die Errichtung einer Gedenktafel erkämpfen, diese wird immer wieder von Rechtsextremen zerstört und geschändet.

    #RechteGewalt

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  • 1991 Hünxe (NRW)

    1991 Hünxe (NRW)

    3. Oktober 2026

       03.10.1991:  Bei einem Brandanschlag von drei jungen Rechtsextremen auf ein Asylbewerberheim, werden zwei libanesische Mädchen schwer verletzt. 
     
    https://diefreiheitsliebe.de/gesellschaft/huenxe-91-mahnt-uns-alle/

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  • Tag der offenen Moschee

    Tag der offenen Moschee

    3. Oktober 2026

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  • 2003 Todestag Thomas K.

    2003 Todestag Thomas K.

    5. Oktober 2026
    Leipzig, 04 Leipzig, Germany

    https://www.instagram.com/p/CyAWToCo1hH/?utm_source=ig_web_copy_link

    #KeinVergessen: Wir gedenken des 16-jährigen Thomas K., der heute vor 20 Jahren von einem Neonazi in Leipzig ermordet wurde.
    Über Thomas K. und sein Leben sind leider kaum Informationen bekannt. Zum Tatzeitpunkt ist er erst 16 Jahre alt und besucht noch die Schule.
    Am Abend des 4. Oktober 2003 werden Thomas K. und seine Freunde in Leipzig-Wahren, von dem späteren Täter belauscht, als sie sich über Cannabis-Konsum unterhalten. Dabei entwickelt der Rechtsextreme nach eigener Aussage so einen Hass, dass er beschließt, einen aus der Clique "aufklatschen" zu wollen. Der Neonazi verfolgt Thomas K. auf seinem Heimweg, nachdem er ihm aufgelauert hat. Er lockt Thomas K. in ein Gebüsch und sticht dort mehrmals mit einem Küchenmesser auf ihn ein. Thomas K. schafft es trotz seiner schweren Verletzungen noch, mit seinem Handy die Polizei und den Notruf zu verständigen. Nachdem er ins Krankenhaus gebracht wird, verstirbt er jedoch kurze Zeit später an den Folgen des brutalen Angriffs.
    Im Mai 2004 verurteilt das Landgericht Leipzig den 18-jährigen Täter unter Einbeziehung einer anderen Strafe zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren Haft. Vor Gericht gibt der Täter an, dass ihm die Gespräche von Thomas K. mit seinen Freunden über Drogen nicht gefallen hätten und er deswegen einen von ihnen "aufklatschen" wollte. In dieser Hinsicht sei er von seinen Freunden aus der rechten Szene "gut umerzogen" worden. In einem Brief an seine Mutter zeigt der Täter ebenfalls keine Reue. Im Gegenteil meint er, mit der Strafe gerechnet zu haben und ist der Meinung, die "Ermittler müsse man echt alle in die Gaskammer stecken".
    Das offensichtliche sozialdarwinistische, rechte Motiv des Täters wurde trotz dieser Aussagen nicht in die Urteilsbegründung mit einbezogen, obwohl der Täter auch laut Gericht einer Gruppe mit “ersichtlich rechtsnationaler Gesinnung” angehörte.
    Erst die Bemühungen einer kleinen Initiative aus Leipzig namens "Initiativkreis Antirassismus" führen 2015, elf Jahre nach der Tat, zu einer Einstufung des Mordes als rechts motivierte Straftat.

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  • 1999 Todestag Kurt Schneider

    1999 Todestag Kurt Schneider

    6. Oktober 2026
    Lichtenberg, 10 Berlin-Lichtenberg, Germany

    https://www.instagram.com/p/DAx5gxXq7Lb/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    #KeinVergessen: Wir gedenken Kurt Schneider, der heute vor 25 Jahren, am 6. Oktober 1999, im Alter von 38 Jahren in Berlin-Lichtenberg von vier Neonazis brutalst ermordet wurde.

    Kurt Schneider wurde 1961 im brandenburgischen Königs Wusterhausen geboren. Nach seiner Schulzeit erlernte er den Beruf des Maurers. 1994 zog er nach Berlin und lebte ab 1999 in Lichtenberg. Zum Zeitpunkt seines Todes war er arbeitslos und litt unter Alkoholabhängigkeit. Deshalb verbrachte er viel Zeit im Freien auf der Frankfurter Allee.
    Kurt Schneider war am Abend seines Todes auf dem Weg nach Hause, als er an einer Tankstelle auf die vier Täter traf. Sein freundliches Grüßen genügte, um die Neonazis zu provozieren. Erst schlugen sie ihm in den Bauch, dann lockten sie ihn in eine nahe gelegene Grünanlage, prügelten brutal auf ihn ein und raubten ihn aus. Anschließend begaben sie sich in die Wohnung eines der Täter, berauschten sich an der Tat und beschlossen, Schneider mit einem Küchenmesser zu ermorden.

    Als sie zum Tatort zurückkehrten, fanden sie diesen noch immer am Boden liegend vor. Mit Springerstiefeln traten sie auf ihn ein und töteten ihn schließlich mit vier Messerstichen. Den leblosen Körper warfen sie in ein Gebüsch und flüchteten.
    Tags darauf vernahm die Polizei die vier Neonazis, die offen ihre rechtsextreme Gesinnung bekundeten, alle vier bekannten sich zu den Hammerksins, einer rechtsextremen Terrororganisation. Und auch die Wohnung eines der vier Täter war der Polizei bereits als Treffpunkt der Szene bekannt. Doch obwohl die politische Motivation der Tat während des Prozesses zur Sprache kam, erkannte das Gericht kein politisches Motiv und wertete den Mord lediglich als Vertuschung eines Raubüberfalls.

    Erst 2018 wurde Kurt Schneider durch eine Studie der TU Berlin als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt. Seitdem organisieren zivilgesellschaftliche Gruppen jährliche Gedenkveranstaltungen und errichten eine provisorische Gedenktafel in der Nähe des Tatorts. Nachdem diese kurze Zeit später zerstört wurde, errichtete der Bezirk auf Drängen der Gedenkinitiative 2021 eine offizielle Gedenktafel.

    #KeinVergessen #Rechtsextreme #RechteGewalt #Berlin #LIchtenberg

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  • 2003 Todestag Familie Hartmut Nickel (61), Mechthild Bucksteeg (53) und Alja Nickel (26)

    2003 Todestag Familie Hartmut Nickel (61), Mechthild Bucksteeg (53) und Alja Nickel (26)

    7. Oktober 2026
    Overath, 51491 Overath, Germany

    https://www.instagram.com/p/CyFu8XWt4k_/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    #KeinVergessen: Wir gedenken der dreiköpfigen Familie Hartmut Nickel (61), Mechthild Bucksteeg (53) und Alja Nickel (26), die heute vor 20 Jahren von einem Neonazi erschossen wurden.
    Hartmut Nickel führt seine Kanzlei in Overath über 27 Jahre und ist ein geachteter Mann in der Stadt. Mechthild Bucksteeg arbeitet als Assistentin in der Kanzlei ihres Mannes. Sie gibt außerdem ehrenamtlich Kommunionsunterricht und unterstützt elternlose Jugendliche. Die 26-jährige Tochter der beiden, Alja Nickel ist zum Tatzeitpunkt dabei, ihr erstes Jura-Examen zu absolvieren und in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Sie hat gerade ihr eigenes kleines Büro in der Kanzlei eingerichtet und ist stolz darauf, in die Kanzlei einzusteigen.
    Am 7. Oktober 2003 klingelt der 45-jährige Täter mit seiner 19-jährigen Komplizin an der Tür der Anwaltskanzlei und behauptet, er habe einen Termin. Er kennt Herrn Nickel, da dieser in einer Angelegenheit um Mietschulden die Gegenseite vertreten hat. Als Frau Bucksteeg den Termin im Kalender prüfen möchte, schießt der Täter zwei Mal mit einer Pumpgun auf sie. Die 53-Jährige ist sofort tot. Als Hartmut Nickel und Alja Nickel in das Besprechungszimmer kommen, erblicken sie Mechthild Bucksteeg, die tot in ihrem Blut liegt. Nachdem die 19-Jährige Hartmut und Alja Nickel fesselt, erschießt der Täter die beiden mit Kopfschüssen. Nach dem Mord entwenden sie Bargeld und flüchten.
    Im Dezember 2004 verurteilt das Gericht den Haupttäter wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Die Mittäterin erhält eine Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren Haft. Die Sicherheitsverwahrung sei nötig, da der Täter "den bewaffneten Kampf nach seiner Haftentlassung fortzusetzen gedenkt", so die Richter. Bei dem Haupttäter handelt es sich um einen bekennenden Rechtsextremen.
    Im Gerichtsverfahren beschreibt sich selbst als "engagiertes Mitglied der Nazi-Szene". Die Strafkammer beschreibt im Urteil außerdem, dass die NS-Anschauung des Täters "ein Handeln mit Härte, Entschlossenheit und ungerührtem Vollstreckerwillen" ermöglicht.

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  • 1999 Todestag Hans-Werner Gärtner

    1999 Todestag Hans-Werner Gärtner

    8. Oktober 2026
    Löbejün, 06193 Wettin-Löbejün-Löbejün, Germany

    https://www.instagram.com/p/DA2jFWKsIUP/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    Wir gedenken des 37-jährigen Hans-Werner Gärtner, der heute vor 25 Jahren, am 8. Oktober 1999, in Löbejün (Sachsen-Anhalt) von drei Männern zu Tode gefoltert wurde.

    Hans-Werner Gärtner ist seit einer Hirnhautentzündung in jungen Jahren leicht geistig behindert. Er schließt die Schule und eine Ausbildung als Gärtner ab und meistert sein Leben weitgehend selbständig. Seit er eine Anstellung verloren hat, hilft er bei seinem Onkel in der Landwirtschaft aus.

    Schon Wochen vor seinem Mord wurde Hans-Werner Gärtner mehrmals brutal misshandelt. Nach einem Angriff mit Schlagstock, Faustschlägen und Fußtritten muss er sechs Tage lang stationär behandelt werden. Er erstattet Strafanzeige. Die Polizei vernimmt einen der Täter am Tag vor der Mordnacht als Beschuldigten. Verärgert über die Strafanzeige verabredet sich der Beschuldigte mit zwei Freunden, von denen einer ebenfalls an den vorherigen Angriffen auf Gärtner beteiligt gewesen war.

    Zufällig treffen die drei Männer an einer Tankstelle erneut auf Hans-Werner Gärtner. Er versucht noch, mit seinem Fahrrad zu fliehen, wird jedoch von den drei Männern eingeholt. Es folgen grausamste Misshandlungen, die er nicht überleben wird.

    An mehreren Orten wird Hans-Werner Gärtner gefoltert. Er wird in einem Gully eingesperrt und im kalten Wasser eines Steinbruchs gequält. Nach Stunden der Misshandlung lassen die Täter ihn blutüberströmt am Straßenrand liegen. Am nächsten Morgen wird er tot und völlig entstellt von einem Traktorfahrer gefunden.

    Ein Jahr später wurden die Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwar erkannte die Strafkammer an, dass die Männer aus niedrigen Beweggründen handelten, doch erst nachdem die NSU-Morde 2011 eine Neuüberprüfung von älteren Tötungsdelikten auf eine mögliche rechte Tatmotivation hin auslösten, wurde Hans-Werner Gärtner im Mai 2012 vom Land Sachsen-Anhalt als Opfer rechter Gewalt anerkannt.

    Der Verein Miteinander e.V. hat den Fall für das Erinnerungsprojekt „Wir erinnern an Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt“ recherchiert und stellt dort Bildungsmaterial für die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Mord an Hans-Werner Gärtner und weiteren Todesopfern rechter Gewalt zur Verfügung.

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  • 2019 Anschlag in Halle

    2019 Anschlag in Halle

    9. Oktober 2026

     
     
    Am 9. Oktober 2019 versuchte der Rechtsextremist Stephan B. in Halle an der Saale an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, schwer bewaffnet in eine Synagoge einzudringen. Nachdem er an der Tür scheiterte, tötete er zwei Menschen und verletzte bei seiner Flucht zwei weitere. Am 21. Dezember 2020 verurteilte das OLG Naumburg Stephan B. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. 
     
    Mehr Infos unter:
    https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/316638/der-anschlag-von-halle

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  • 1994 Todestag Alexandra Rousi

    1994 Todestag Alexandra Rousi

    14. Oktober 2026
    Paderborn, 33 Paderborn, Germany

    https://www.instagram.com/p/DBF_2sVsKHT/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    Wir gedenken der 62-jährigen Alexandra Rousi, die heute vor 30 Jahren, am 14. Oktober 1994, in Paderborn bei einem Brand, der aus rassistischen Motiven von einem ihrer Nachbarn gelegt wurde.

    Bis ihre Gesundheit es nicht mehr zuließ, arbeitete Alexandra Rousi als Köchin. Ihr Umfeld beschreibt sie als sehr familiär und allseits beliebte Person. Ihre Familie, ihre zwei Enkelkinder und die Hunde waren ihr ganzes Glück.

    Der Täter bewohnt gemeinsam mit der Familie Rousi ein Zweifamilienhaus. Am 14. Oktober besorgt er sich zwei Benzinkanister und übergießt damit den Wohnungseingang der Familie. Als Sohn Nikolaos dies bemerkt, greift er ein, wird aber niedergeschlagen. Als dessen Frau Chariklia und Alexandra Rousi daraufhin versuchen, den Nachbarn von seinem Vorhaben abzubringen, gelangt Benzin auf Alexandras Kleidung. Der Täter schreit „Scheiß Ausländer, ich zünd euch alle an", entzündet ein Streichholz und entfacht eine Verpuffung. Chariklia gelingt die Flucht über den Balkon, Alexandra wird von den Flammen verschlungen. Nikolaos erleidet bei dem Versuch, seine Mutter zu retten, schwere Verbrennungen, überlebt aber.

    Obwohl der Täter die Familie schon vorher mehrfach als „Kanaken“, „Ratten“, „griechische Schweine“ und „Ausländerschweine“ beschimpft hatte, wird der Fall von staatlicher Seite bis heute nicht als rechtsextrem motivierte Tat gewertet. Die Ermittlungsbehörden halten den Täter lediglich für "verrückt". Da er bei der Tat selbst ums Leben kommt, bleibt ein Prozess aus.

    Nur wenige Monate nach dem Anschlag verlassen Nikolaos Rousi und seine Frau Deutschland, beginnen ein neues Leben in Griechenland, zu groß ist die Angst vor weiteren rassistischen Übergriffen.

    Ab Mitte 2022 untersuchte das LKA Nordrhein-Westfalen zurückliegende Gewaltdelikte aus den Jahren 1984 bis 2020 auf eine mögliche politische Tatmotivation. Auch der Mord an Alexandra Rousi wurde erneut untersucht. Drei der 30 Fälle wurden als rechtsmotivierte Tötungsdelikte identifiziert, der Fall Alexandra Rousi zählt nicht dazu.

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  • 1997 Todestag Josef Anton Gera

    1997 Todestag Josef Anton Gera

    17. Oktober 2026
    Bochum, Germany

    https://www.instagram.com/p/CjzWXRALz7E/?utm_source=ig_web_copy_link

    #KeinVergessen: Heute vor 25 Jahren, am 17. Oktober 1997, verstirbt der 59-Jährige Josef Anton Gera in Bochum an den Folgen eines Neonazi-Angriffs. Todesursache waren schwere innere Verletzungen, die zwei Neonazis ihm drei Tage zuvor mit einem Stahlrohr zugefügt hatten.

    Am 14. Oktober 1997 feiert der 59-Jährige wohnungslose Rentner mit einigen Obdachlosen auf dem ehemaligen Gelände der Firma Krupp an der Alleestraße. In der dortigen Baracke wohnten auch die beiden Täter, ein 26-jähriger Neonazi und ein 35-jähriger Neonazi. Nach Angaben der beiden wollte der alkoholisierte Josef Anton Gera ihnen angeblich im Laufe des Abends sexuell näher kommen. Daraufhin greift einer der Täter zu einer Eisenstange und schlägt auf den Frührentner ein. Sein 26-jähriger Kamerad tut es ihm gleich.

    Josef Gera kann zunächst schwerverletzt aus der Baracke flüchten. Als ihn Passanten finden, bringen sie ihn ins Krankenhaus, in dem er drei Tage später verstirbt. Seine Mörder prahlen noch am Tag des Angriffs vor ihren Familien, dass sie es „einem Schwulen gezeigt“ hätten. Diese Aussage unterstreichen sie mit einem Hitlergruß und einem Sieg-Heil-Ruf. Das Landgericht Bochum verurteilte die beiden Täter im Frühjahr 1998 zu fünf und sechs Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Laube, in der die Tat stattfand, war mit Hakenkreuzen, Totenköpfen und SS-Runen bemalt, trotzdem wird wie so oft ein rechtsextremes Tatmotiv vorschnell ausgeschlossen: Denn aufgrund der schweren Alkoholabhängigkeit der beiden Neonazis könne kein rechtsextremer Tathintergrund vorliegen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

    Die Antifaschistische Linke Bochum hält die Erinnerung an Josef Anton Gera mit Demonstrationen und Gedenkkundgebungen wach. Auch eine Gedenktafel in der Nähe vom Tatort erinnert an das Opfer rechter Gewalt. Die Inschrift lautet: „Josef Anton Gera verstarb am 17. Oktober 1997, nachdem er auf dem ehem. Krupp Gelände von Neonazis angegriffen wurde. Der Hass gegen Homosexualität war der Grund für seinen gewaltsamen Tod.”

    “Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben?” fragt die Gedenktafel mahnend. Die letzten Zeilen wurden einem Lied von der Rapperin Sookee entnommen.

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  • 2015 Anschlag auf Henriette Reker

    2015 Anschlag auf Henriette Reker

    17. Oktober 2026

      17.10.2015 - Anschlag auf Henriette Reker
     
    Einen Tag vor der Oberbürgermeisterwahl in Köln verletzte der Rechtsextremist Frank S. auf einen Wochenmarkt im Stadtteil Braunsfeld mit einem Messer Henriette Reker sowie eine weitere Frau schwer, drei weitere Personen leicht.

    https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/214657/der-anschlag-auf-henriette-reker-ein-fall-von-lone-wolf-terrorismus

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  • 2014 Todestag Charles Werabe

    2014 Todestag Charles Werabe

    23. Oktober 2026
    Limburg, 65 Limburg, Germany

    https://www.instagram.com/p/DBdHkHRMevC/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    #KeinVergessen: Wir gedenken des 55-jährigen Geflüchteten Charles Werabe, der heute vor 10 Jahren am 23. Oktober 2014, in Limburg (Hessen) von drei skrupellosen Rassisten zu Tode geprügelt wurde.

    Charles Werabe, der als Kind Ruanda floh, fand auch in Deutschland keinen Frieden. Im Alter von 13 Jahren war Werabe vor dem Konflikt zwischen Hutu und Tutsi nach Deutschland geflohen, nur um hier einem ebenso mörderischen Rassismus zu begegnen. Erst zwei Wochen vor seiner gewaltsamen Ermordung war er in eine Notunterkunft gezogen, in der er mit gemeinsam 18 weiteren Bewohner*innen lebte.

    Am 23. Oktober 2014 eskalierte in Charles Werabes Zimmer ein Streit zwischen ihm und drei anderen Männern - darunter zwei Mitbewohner der Unterkunft. Zunächst beschimpften ihn die Männer als „schwarzes Schwein“ und „schwarzes Arschloch“. Doch bei Worten blieb es nicht - sie schlugen so lange erbarmungslos auf ihn ein, bis ihr Opfer regungs- und leblos am Boden lag. Die von blindem Hass getriebenen Männer waren keine Unbekannten, ihre rechtsextreme Gesinnung war zumindest den Behörden bekannt.

    Vor Gericht wurde die Tat als das erkannt, was sie war: Die Täter hatten "Verachtung und Hass" im Sinn, als sie zuschlugen. Ihre Motive waren eindeutig rechtsextrem, so die Richterin. Schon vor der Tat hätten sich die Täter darüber verständigt, ihr Opfer aus rassistischen Motiven "loswerden zu wollen". Zudem wurde die Höchststrafe nicht verhängt, wobei sich die Trunkenheit strafmildernd auswirkte. Ein 43-Jähriger erhielt zwölf Jahre Haft, ein anderer beging im Gefängnis Suizid, der dritte, ein 22-Jähriger, wurde zu zehn Jahren Haft und einer Entziehungskur verurteilt. Der Mord löste eine zivilgesellschaftliche Welle des Protests aus. Hunderte Menschen gingen unter dem Aufruf „Rassismus tötet“ auf die Straße und forderten eine lückenlose Aufklärung. Erst 4 Jahre nach dem Mord, 2018, wurde endlich eine Gedenktafel errichtet. Ein klares Bekenntnis zum rechtsextremen und rassistischen Tatmotiv wird jedoch auch hier vermieden, stattdessen wurde als Tatmotiv "Fremdenfeindlichkeit" angegeben - ein verstellter Blick auf den zugrundeliegenden Rassismus.

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  • 1993 Todestag Hans-Joachim

    1993 Todestag Hans-Joachim

    24. Oktober 2026
    Schöneweide, 12439 Berlin, Germany

    https://www.instagram.com/p/DBfvzz5IlVw/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

    Wir gedenken des 28-jährigen Hans-Joachim Heidelberg, der am 24. Oktober 1993 in Berlin-Schöneweide vermutlich Opfer rechtsextremer ableistischer Gewalt wurde.

    Hans-Joachim Heidelberg lebte bis zu seinem Tod mit seiner Mutter in Berlin-Johannisthal. Wegen eines Sauerstoffmangels während seiner Geburt hat er eine leichte kognitive Beeinträchtigung. Über seinen beruflichen Werdegang ist nichts bekannt.
    In seinem Wohnbezirk und vor allem rund um den nahegelegenen S-Bahnhof Schöneweide war Heidelberg als kontaktfreudiger und hilfsbereiter Mensch bekannt: Oft half er Menschen, indem er ihr Gepäck trug oder für sie einkaufen ging. Er war großer S-Bahn-Fan und freute sich, wenn er hin und wieder bei Zugführern mitfahren durfte.

    In den frühen Morgenstunden des 24. Oktober 1993 wurde Heidelberg in der Nähe des S-Bahnhofs Schöneweide tot aufgefunden. Über den genauen Fundort und die Todesursache kursieren bis heute unterschiedlichste, stark abweichende Berichte. Er erlitt ein Schädelhirntrauma und erstickte am eigenen Blut. Seine Verletzungen lassen Rückschlüsse auf den Tathergang zu. Heidelberg wurde mit einem stumpfen Gegenstand, möglicherweise einer Stange, gegen den Schädel geschlagen und auf ihn eingetreten. Wie brutal die Täter*innen vorgegangen sein müssen, zeigen die Blutspuren, die weit um ihn herum verteilt sind.

    Ein Polizist mutmaßte, dass Heidelberg Einbrecher am Bahnhofskiosk überrascht haben könne. Ein rechtsextremes, ableistisches Motiv schließen die Behörden aus. Dabei war der S-Bahnhof Schöneweide als „Angstort“ verschrien. Er ist als Treffpunkt rechtsextremer Jugendlicher bekannt. Gewalttätige Übergriffe durch Rechtsextreme sind hier keine Seltenheit.

    Mitte November 1993 gerieten zwei Jugendliche unter Mordverdacht. Sie hatten zuvor den Mord an einem anderen Mann gestanden, der ebenfalls mit Schlägen und Tritten in Johannisthal getötet wurde. Den Mord an Heidelberg bestreiten die beiden jedoch.

    Gedenkinitiativen setzen sich bis heute für die Aufklärung der Todesumstände Heidelbergs und die Anerkennung als Opfer extrem rechter Gewalt ein.

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