Alle Artikel in: Nord

Workshop & Protest in Chorweiler

Die rassistische Partei AfD versucht jetzt Köln-Chorweiler schlecht zu reden: Wir wollen auch in Chorweiler keine rassistischen Aktivitäten hinnehmen! Deswegen laden wir Sie herzlich ein zur Informationsveranstaltung: „Warum die AfD keine demokratische Partei ist“ am Dienstag, den 17.April 2018, um 19:00 Uhr, im Bezirksrathaus Köln-Chorweiler, Pariser Platz | Bürgersaal 3. Die Teilnahme ist kostenfrei. [Wir weisen auf das Hausrecht hin: Rechtsextreme, rassistische, sexistische, antisemitische oder homophobe Äusserungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung.] Am Mittwoch, den 18. April 2018, um 17:30 Uhr findet auf dem Pariser Platz eine Kundgebung statt mit einem anschließenden  Stadtspaziergang. Das Motto lautet: „Gegen die Hetze der AfD in Chorweiler“ Bei der Bundestagswahl haben von den 14.000 Einwohnern*innen aus Chorweiler nur 450 die AfD gewählt. Jetzt will die Partei Chorweiler als „Problemviertel“ schlechtmachen. Nachdem diese Hetze schon am Hauptbahnhof und am Ebertplatz gescheitert ist, versuchen sie es jetzt mit allerlei Aktivitäten in Chorweiler. Die AfD schimpft über „den Islam“, die „Asylbewerber“, meint aber eigentlich alle, deren Großeltern nicht Deutsche waren. Sie fänden es am besten, wenn nur noch spezielle „Deutsche“ Sozialleistungen erhielten. Im übrigen fordern sie knallharte …

Identitäre und andere Rechtsextreme im Kölner Norden

In Köln-Longerich und in Niehl im tauchen in letzter Zeit Postwurfsendungen der „Identitären Bewegung“ auf oder werden Aufkleber verklebt. Hinter dieser „Bewegung“ versteckt sich eine (neu-)rechte Gruppierung, die versucht, im Dunstkreis zwischen Konservatismus und Neonazismus junge Menschen anzuziehen. Ihre vermeintlich harmlos klingenden Parolen kaschieren nur ihren rechtsextremen Kern. So behaupten sie beispielweise, Migrationsströme seien gezielt gelenkt, um die einheimische Bevölkerung zu verdrängen. Auch wenn die „Identitäre Bewegung“ eher ein überschaubares Grüppchen ist, sind sie bestens im neurechten Milieu vernetzt, etwa mit der Jugendorganisation der AfD. Am Tatort des rassistischen Überfalls auf einen jungen Mann an der Kreuzung Escher Strasse/Äussere Kanalstrasse und auf Stromkästen im Blücherpark taucht ein mit Schablone gespraytes Symbol der „Identitären“ auf. Übrigens haben die Sprayer die Schablone dummerweise spiegelverkehrt gehalten. Auf der Veranstaltung wollen wir über die „Identitäre Bewegung“ aufklären und besonders ihre Aktivitäten in Köln, auf der Hohenzollernbrücke, am Ebertplatz und um die Fachhochschulen Südstadt und Deutz unter die Lupe nehmen. Auch weitere rechtsextreme Aktivitäten im Kölner Norden werden Thema sein. Wir freuen uns für den Abend einen Referenten der „Informations- …

Sommerfest in Weidenpesch

K.-Weidenpesch, 13.7.2017. Am Tag vorher hatte es noch stark geregnet. Doch am Mi. 12. Juli war der Sommer auf unserer Seite: Sonne, gutes Wetter – und ein toller Ort für unser erstes kleines Weidenpescher Sommerfest: Der pittoreske Blumenladen 4 Raben in der Jesuitengasse. Vor vier Monaten, vor dem Parteitag der AfD im Kölner Maritim, hatten sich auch im kleinen, von der Rennbahn geprägten Kölner Stadtteil Köln-Weidenpesch einige zusammen gefunden, um regelmäßiger für kulturelle und politische Vielfalt und gegen jegliche Form von Ausgrenzung und Rassismus einzutreten, wie sie in Köln vor allem „Pro Köln“ und nun die AfD fördern. Und nun sollte es ein kleines Sommerfest geben, verbunden mit einem thematischen Vortrag über die Kölner AfD. Freundliche Gastgeber waren das Blumengeschäft 4 Raben in der Jesuitengasse: Ein wunderhübscher Laden mit einladendem, ansprechend gestaltetem Hinterhof. Über der Holztür hing ein erst einen Tag zuvor gestaltetes Banner unserer Gruppe von „Kein Veedel für Rassismus“. Dazu gab es selbst gemachten Kuchen und Plätzchen. Die Getränke lagen in einem Wassereimer zwischen zahlreichen Blumen. Dieses kleine Blumengeschäft ist ein einziges Juwel: …

„Kein Veedel für Rassismus“ beim „Festival der Kulturen“

Im Bilderstöckchen fand am vergangenen Freitag das „Festival der Kulturen“ statt. „Kein Veedel für Rassismus -Nord“ beteiligte sich mit einem Redebeitrag und informierte über die Arbeit in den nördlichen Stadtteilen sowie über geplanten Aktivitäten. Anschliessend bildeten die Aktivisten eine Buchstabenreihe mit dem Motto „Kein Veedel für Rassismus“.  

Veedel-Gruppe in Chorweiler aktiv

Heute am 05.04.17 fand das Netzwerktreffen in Chorweiler statt. Im deutsch-türkischen Vereinsraum wurde anfangs intensiv diskutiert, wie unterschiedlich die Situationen in den Stadtteilen rund um und in Chorweiler selber sind, was Nachbarschaft und „unterschwelligen Rassismus“ angeht. Aufgrund vieler unterschiedlicher Migrant*inn-Gruppen, die teilweise sehr lange dort leben – bis hin zu den neuesten Nachbarn in den Flüchtlingsunterkünften wird eher nebeneinander her gelebt. „Deutsche Arme“ geben auch gerne sozialen Druck nach unten weiter… Besonders wurde ein Ex-AfD’ler, Rolf Hubrig, erwähnt, der jetzt parteilos in der Bezirksvertretung Chorweiler sitzt und über Facebook rassistische Hetze verbreitet. Außerdem wurde festgestellt, dass die Wahlbeteiligung im Bezirk Chorweiler sehr niedrig ist, obwohl mittlerweile viele Migrant*innen wahlberechtigt sind. Deshalb kümmert sich der deutsch-türkische Verein nun um eine Aufklärungsveranstaltung (keine Podiumsdiskussion mit Parteien) und auch die umliegende Schulen sollen mit Informationen zur AfD versorgt werden. Wahlstände auf den Wochenmärkten in Heimersdorf und Chorweiler sowie AfD-Plakate werden ein besonderes Augenmerk der Nachbarschaft finden.

Stammtischkämpfer*innen-Schulung im Veedel

Heute richteten die Veedel-Gruppen des Kölner Westen und Norden eine Stammtischkämpfer*innen-Schulung aus. Insgesamt nahmen an den parallel laufenden Schulungen 50 Personen teil. Auseinandergesetzt wurde sich unter anderem mit Szenen des Alltagsrassismus und wie man diesen begegnen kann. Ebenso mit Rechten Parolen, Diskussions- und Gesprächsmustern. Mit praktischen Übungen wurde das ganze vertieft und im Plenum ausgewertet. Alle freuen sich nun auf die einzelnen Gespräche im Rahmen der Landtagswahl.              

Hervorragendes Hintergrundreferat von Andreas Kemper

Bericht von der „Kein Veedel für Rassismus“ Veranstaltung 21.3.17 in der Feuerwache 30 Leute kamen am Dienstag, dem 21.März ins Bürgerzentrum AlteFeuerwache zum Vortrag es AfD Spezialisten Andreas Kemper im Rahmen der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus“ zusammen. Nach einer kurzen Vorstellung der Kampagne erläuterte der Referent kenntnisreich die wesentlichen Strömungen innerhalb der AfD und ihre taktischen Ziele. Gemeinsam behaupten alle diese Gruppierungen die Ungleichwertigkeit von Menschen. Der neoliberale Flügel begründet sie wirtschaftlich, die reaktionär klerikale Strömung um Frau von Storch sieht sie als gottgewollt, die Faschisten um Höcke phantasieren traditionell biologistisch Unterschiede des Blutes. Der Referent wies Höcke und seiner Gruppierung anhand ihrer Reden und Publikationen nationalsozialistische Gesellschaftsvorstellungen nach, beispielsweise die Orientierung auf vorgeblich „germanische heidnische“ Riten und die Zielsetzung einer „organischen (Markt-)wirtschaft“ jenseits des „Zinssystems“, einem Begriff fast identisch mit dem berüchtigten NS Slogan der „Zinsknechtschaft“, in der „die Juden“ die Welt halten. Höcke lebt in Bornhagen in Thüringen, einem winzigen Dorf, nur wenige  hundert Meter vom ebenso kleinen Nachbarort entfernt, in dem die finstere neonazistische Größe Thorsten Heise residiert. Dieser ist eine …