Alle Artikel in: No Nazis

Rechter Mob gestoppt

Der Versuch des rechten „Begleitschutz e.V.“, in Köln pogromartige Verhältnisse wie in Chemnitz zu schaffen, endete heute kläglich. Dem Aufruf von antifaschistischen Gruppen waren über 600 Menschen gefolgt, nachdem „Köln gegen Rechts“ die rechte Mobilisierung veröffentlicht hatte. Dabei handelte es sich nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Rechts und Links , wie es verschiedene Kölner Medien gemeldet hatten, sondern um die eindeutige Aussage: Zustände wie in Chemnitz werden wir in Köln nicht zulassen. Erst durch die Veröffentlichung von „Köln gegen Rechts“ waren Medien und Polizei auf die rechte Mobilisierung aufmerksam geworden. Nachdem sich das klägliche Häuflein der Rechten eine Stunde ohne Reden, Musik oder sonstiges Programm gelangweilt hatte, löste sich die Versammlung auf. Es war ein großer Erfolg, dass innerhalb kürzester Zeit so viele Menschen zu der Gegenkundgebung mobilisiert werden konnten. Wir bleiben auch in Zukunft dabei: Kein Fußbreit den Faschisten!        

AfD-Großaufmarsch verhindern

Köln fährt nach Berlin am 27.05. | Bustickets bei Köln gegen Rechts Am 27.05. plant die AfD eine bundesweite Großdemonstration in Berlin. Die AfD kündigt „zehntausend Teilnehmer“ an. Als Redner soll Alexander Gauland auftreten. In Berlin hat sich mittlerweile ein breites Bündnis gebildet, das diese Großdemonstration als Angriff auf alle versteht, die für eine vielfältige und offene Gesellschaft stehen. Unter dem Motto „Stoppt den Hass! – Stoppt die AfD!“ wird zu Protesten aufgerufen. https://www.facebook.com/events/603105916708732/ AfD-Großaufmarsch verhindern Schon Ende Februar hatte es in Berlin unter dem Vorwand Frauenrechte zu verteidigen den Versuch einer rechten Großdemo gegeben. Viele Teilnehmer/innen aus dem PEGIDA und Nazihooliganspektrum waren angereist. Einigen tausend Gegendemonstrant*innen war es jedoch gelungen, den rechten Aufmarsch zu blockieren. Die Ankündigung einer bundesweiten Großdemonstration von der AFD am 27.05. wird die Nagelprobe sein, wie sehr sie im rechten Milieu, das auf die Straße drängt, die Meinungsführerschaft behaupten kann. Köln fährt nach Berlin Nach der bundesweiten Unterstützung unserer Proteste und Blockaden gegen den AfD-Bundesparteitag im letzten Jahr, werden wir uns aus Köln nun an den Protesten und Aktionen gegen …

OURY JALLOH – DAS WAR MORD!

Gemeinsame Anreise nach Dessau Am 07.01.2018 jährt sich der Todestag von Oury Jalloh zum 13. Mal. Im Jahr 2005 wurde er in einer Zelle im Dessauer Polizeirevier getötet, von deutschen Polizisten. Dort verbrannte er an Händen und Füßen gefesselt bis zur Unkenntlichkeit. Seitdem wird diese inzwischen nicht mehr widerlegbare Wahrheit von Polizei, Justiz, Politik und Behörden- kurz dem deutschen Rechtsstaat- weiterhin geleugnet, abgestritten oder totgeschwiegen. Widersprüche in den Ermittlungsergebnissen werden konsequent ignoriert, die Täter*innen geschützt. Diesen Herbst wurde das Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft Halle ohne fundierte Begründung eingestellt. Dennoch kämpfen Freund*innen von Oury Jalloh, Angehörige sowie Aktivist*innen und Journalist*innen seit 12 Jahren um eine lückenlose Aufklärung des Falles. So wird es auch im nächsten Januar wieder eine Gedenkdemo für Oury Jalloh geben: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/mobilisierung-2018/ Die aktuelle Entwicklung im Ermittlungsverfahren ist kein Einzelfall, ebenso wenig wie der Tod eines Schwarzen Menschen durch die Hand von weißen deutschen Polizisten- es ist ein weiteres Beispiel für institutionalisierten Rassismus, der vom Rechtssystem getragen und gestützt und von Beamt*innen ohne Konsequenzen tagtäglich praktiziert wird. Ebenso wie es z.B. beim NSU-Prozess der …

Dreharbeiten

Heute finden Dreharbeiten für „Kein Veedel für Rassismus“ statt. Wir sind absolut überwältigt, dass mit soviel Leidenschaft und Herz produziert wird. Verraten können wir heute schon, dass es sich inhaltlich rund um das „Leben eines Nichtwählers“ dreht. Das gesamte Set-Team möchte durch den fertigen Videoclip ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtspopulismus setzen.

Türkische FaschistInnen marschierten durch Kölner Innenstadt

12.04.2016, Köln. Circa 300 türkische FaschistInnen marschierten am vergangenen Sonntag durch die Kölner Innenstadt und versuchten immer wieder, eine Gegendemonstration türkischer, kurdischer und deutscher Gruppen anzugreifen. Eine bisher unbekannte »Initiative Friedensmarsch für die Türkei-AYTK (Europäische Neue Türken Komitee – Avrupa Yeni Türkler Komitesi)« – hatte die Demonstration unter anderem in Köln organisiert. Während die deutschsprachige Überschrift des Aufrufs „Protest gegen den Terror der PKK und des IS“ hieß, war der türkische Slogan schon erheblich deutlicher:“Alles für das Vaterland – Märtyrer sind unsterblich – Das Vaterland ist unteilbar“. So war ein Großteil der TeilnehmerInnen den faschistischen „Grauen Wölfen“ zuzuordnen, wie immer wieder durch Handzeichen signalisiert wurde. Ein chaotischer Polizeieinsatz führte mehrfach dazu, dass die rechte Demonstration in die Nähe der GegendemonstrantInnen gelang, die immer wieder mit Flaschen beworfen wurden, ohne dass die Polizei eingriff. Festnamen wurden allerdings reichlich auf Seiten der linken DemonstrantInnen getätigt. Gegen 18:00 Uhr wurde die äußerst aggressive Demonstration der türkischen Rechten von der Polizei Richtung Ebertplatz abgedrängt.

Neonazi nun Geschäftsführer von „Pro NRW“

Auf dem außerordentlichen Parteitag der „Bürgerbewegung Pro NRW“, der letzten Freitag tagte, wurde der ehemalige NPD’ler Thorsten Crämer zum Geschäftsführer gewählt. Crämer blickt auf eine lange Karriere in der militanten Neonazi-Szene zurück. Im Jahr 2000 griff Crämer mit einer Gruppe Neonazis Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung auf dem Gelände des ehemaligen KZ Wuppertal-Kemna an und wurde daraufhin zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Damals war Crämer Landesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten, der Jugendorganisation der NPD. Die Wahl Crämers zum Geschäftsführer zeigt noch einmal deutlich, dass Beisicht und „Pro NRW“ mittlerweile offen mit der Neonazi-Szene kooperieren, wie auch schon am 22.11.15 in Köln zu sehen war (s. Bericht). Verzweifelt versucht Beisicht damit, seinen Absturz in die völlige Bedeutungslosigkeit aufzuhalten. Mit dieser Strategie wird er in ihn wohl eher noch beschleunigen.

Frisch machen gegen HoGeSa

Ihr habt Lust aktiv zu werden gegen HoGeSa und deren Sinnesgenossen? Bei den folgenden Veranstaltungen habt ihr die Möglichkeit. Klickt rein: Vorbereitungstreffen für den Protest gegen HoGeSa Aktionskonferenz von „Kein Veedel für Rassismus“ Infos zum 25.10. / Facebook-Veranstaltung: Kein Comeback von HoGeSa

Faschos kriegen Kette

1. Mai 2015, Köln. 250 AntifaschistInnen blockierten heute am 01.Mai ab 16:00 h die Zugänge zum Hauptbahnhof am Breslauer Platz und hinderten eine Gruppe von ca. 40 Neonazis daran, zu einer Demonstration nach Essen zu fahren. „Die Rechte“ hatte den Breslauer Platz als Sammlungspunkt für die gemeinsame Fahrt herausgegeben. Sichtlich überrascht waren die ersten Neonazis um Sven Skoda und Jan Fartas, als sie der Menge am Bahnhof gegenüber standen. Die ebenso überraschte Polizei hatte erhebliche Mühe, ausreichend Kräfte zusammen zu ziehen. Erst nach einer Dreiviertelstunde kam die Verstärkung der Einsatzbereitschaft aus Brühl und konnte die Neonazis um 17:00 h schließlich in einem Bus zum Bahnhof Mülheim fahren. Der weitere Verbleib ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar, ein längerer Bericht folgt.

„NSU-Watch NRW“ gegründet

Initiative beobachtet und dokumentiert die Arbeit des NSU-Untersuchungsaus-schusses des nordrhein-westfälischen Landtags In Düsseldorf hat sich die unabhängige Initiative „NSU-Watch NRW“ gegründet, die die Arbeit des Parlamentarischen Unter- suchungsausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags (PUA) zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) kritisch begleiten wird. Am gestrigen dritten Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU hat „NSU-Watch NRW“ ein umfangreiches Positionspapier veröffentlicht, in dem zahlreiche offene Fragen sowie Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit formuliert werden.  

Zur Unterstützung von Betroffenen und ZeugInnen der rechten und rassistischen An- und Übergriffe durch Neonazis und Hooligans am Sonntag, 26.10.14 in Köln

Aufgrund der unüberschaubar vielzähligen Angriffe durch Neonazis und Hooligans halten wir es für nötig, folgendes zu verbreiten. Vor, während und nach dem gewalttätigen Aufmarsch der sogenannten „Hooligans gegen Salafisten“ (Ho.Ge.Sa.) am Breslauer Platz/Hbf. Köln wurden nicht nur Polizisten angegriffen, wie immer wieder in den Medien dargestellt wird. Es gab in Bahnen der KVB und der DB sowie in den Strassen um den Kölner Hauptbahnhof schon auf der Anreise der rechten Neonazis/Hools zum Breslauer Platz -am 26.10.2014- Angriffe auf Passanten. Während des Aufzuges der gewalttätigen und teilweise alkoholisierten Neonazis/Hools über die Tunisstrasse (Nord-Süd-Fahrt) zum Ebertplatz wurden einige Attacken auch mit Handy’s gefilmt. Ab 16:00 Uhr liefen die Krawalle der Rechtsextremen absolut außer Kontrolle. Die Filiale der Kette „Backwerk“ im Bahnhof wurde „kleingelegt“ und viele Menschen um und im Hauptbahnhof lautstark angepöbelt und bedroht. Im Kunibertsviertel und am Eigelstein sind Flaschen und Dosen nach Passanten geworfen worden. Auch am Heumarkt gab es Übergriffe auf Passanten bis in die Kneipe hinein. Auf Rückreisefahrten hat es auch in einigen Zügen der DB Übergriffe auf Mitreisende gegeben.