Alle Artikel in: Köln

Kundgebung gegen Abschiebung

Etwa 50 Menschen protestierten auf dem Bahnhofsvorplatz gegen den Abschiebeflug, der heute von München aus nach Afghanistan gehen wird. In den Redebeiträgen u.a. von der AG Bleiben wurde auf die sich weiter verschlechternde Situation in Afghanistan hingewiesen, die für die Abgeschobenen eine konkrete Lebensgefahr bedeutet. Die rassistische Forderung der AfD nach einer „Abschiebekultur“ wird so von der „Bundesregierung in menschenverachtender Art und Weise ungesetzt“ so ein Sprecher von „Köln gegen Rechts“. In diesem Zusammenhang stehe auch die rassistische Gewalttat gegen einen afghanischen Flüchtling in Ossendorf. Täter wie in Ossendorf, die von einer ethnischen Säuberung Deutschlands träumen würden sich durch die Abschiebepolitik bestätigt sehen. Zum Ende wurde angekündigt, dass am Montag vor einer Sammelabschiebung immer um 18Uhr eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden wird.

Dreharbeiten

Heute finden Dreharbeiten für „Kein Veedel für Rassismus“ statt. Wir sind absolut überwältigt, dass mit soviel Leidenschaft und Herz produziert wird. Verraten können wir heute schon, dass es sich inhaltlich rund um das „Leben eines Nichtwählers“ dreht. Das gesamte Set-Team möchte durch den fertigen Videoclip ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtspopulismus setzen.

ALL MY FRIENDS ARE BAD KIDS!

We do it again! Unsere antifaschistische Partyreihe ‚All my friends are bad kids‘ geht in die zweite Runde! Bevor wir aber das Soli-Tanzbein schwingen, schwingen wir erstmal Pinsel und Co. Auf unserem brandneuen Politix-Floor gibt es Praxis-Workshops für alle, die aktiv was machen wollen, und politische Inputs für diejenigen, die lieber aktiv zuhören. Es wird um die Kampagne zum Erhalt des AZ gehen, um die Kölner AfD, um die Planungen für das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ und vor allem um die Aktionen gegen den Bundesparteitag der AfD im April in Köln, denn: Wir kommen um zu stören! Euch erwartet eine antifaschistische Gala der besonderen Art – wer früh kommt hat also mehr vom Abend… Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/398334280545863/ #allmyfriendsarebadkids #SolidaritätstattHetze #noshow4afd Short Facts: Politix Floor Ab 19 Uhr: Praxis Aktions- und Blockadetraining + Workshop for you! Thema: ‚Wie entsorge ich rassistische Hetzpropaganda?‚ + Stencils/Mobimaterial gegen den AfD-Bundesparteitag basteln…. ihr könnt euch für den anstehenden Wahlkampf schonmal warm laufen. Ab 20 Uhr: Inputs & Kurzfilme AZ bleibt! Aktuelle Infos zum Stand unseres Kampfes für den Erhalt …

Kölner Wirte lassen „Kein Kölsch für Nazis – Kein Raum für Rassismus“ Kampagne 2017 neu aufleben

Wir müssen etwas tun! Wir sind besorgt über den immer stärker auftretenden Rassismus in Form von brennenden Flüchtlingsheimen (über 950 Anschläge im vergangenen Jahr), plumpen Falschmeldungen und Hetze von rechten Spinnern in den sozialen Medien und von Rechtspopulisten, die angeblich für alles eine heilbringende Lösung haben. In diesem Jahr findet nicht nur die Landtagswahl in NRW statt, auch die Bundestagswahl steht an und darüber hinaus will die rechtsextreme AfD am 22. und 23. April ihren Bundesparteitag im Kölner Maritim Hotel abhalten – wir müssen dem offenen Rechtsruck etwas entgegensetzen. Silvester Nacht hin oder her, wir in Köln sind weltoffen und tolerant und das lassen wir uns von niemandem kaputt machen! Doch wir müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen etwas gegen diese Rechtspopulisten tun. Als Kölner Wirte haben wir im Jahr 2008 mit dem Slogan „Kein Kölsch für Nazis“ für bundesweites Aufsehen und stadtweit für Diskussionen über rechtsextreme Splittergruppen gesorgt und mitgeholfen deren Aufmärsche zu verhindern. Unter dem Motto „Kein Kölsch für Nazis – Kein Raum für Rassismus“ werden wir 2017 unsere Kampagne neu aufleben lassen. Mit …

Kein Raum für Rassismus! – Refugees Welcome

Benefizfestival Für den 29. Oktober 2016 hatte das „Compact“-Magazin, das sich mit seinen rassistischen, nationalistischen und demokratiefeindlichen Positionen zum Sprachrohr der rechtspopulistischen AfD und der PEGIDA-Bewegung entwickelt hat, eine Konferenz in Köln mit dem Titel „Für ein Europa der Vaterländer – Gegen Islamisierung und Fremdherrschaft!“ angekündigt. Nachdem wir den von Compact geheim gehaltenen Veranstaltungsort – die Sartory Säle – recherchiert hatten, informierten wir Herrn Sartory über den politischen Hintergrund. Daraufhin kündigte er den Vertrag mit Compact. Darüber hinaus beschlossen wir gemeinsam, anstelle der Hetzveranstaltung ein buntes Benefiz-Kulturfestival an diesem Tag in den Sartory-Sälen zu organisieren. Dies wird nun am 29.10.2016 ab 18:30 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr) stattfinden. Die Einnahmen aus dem Einlass werden an sea-watch – ein ziviler Seenotrettungsdienst für Geflüchtete auf dem Mittelmeer – gespendet. Der Eintrittspreis beträgt: 7,- EUR zzgl. Vorverkaufsgebühr. Der Soli-Preis beträgt: 10,- EUR zzgl. Vorverkaufsgebühr. Ein Teil der Vorverkaufsgebühren wird von KölnTicket ebenfalls gespendet. Karten können in Kürze über KölnTicket bezogen werden. Impressionen vom Benefizfestival HIER  

Schulung erfolgreich durchgeführt

Nach der bundesweiten Aktionskonferenz des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus – Unsere Alternative ist Solidarität“, richtete ver.di und „Kein Veedel für Rassismus“ am Samstag den 25.06.2016 eine Multiplikator*innenschulung für Stammtischkämpferinnen in Köln aus. Ziel dieser Schulung war es, die Teilnehmer*innen zu ermutigen und zu befähigen, selbstständig Stammtischkämpfer*innen auszubilden. Inhaltlich geht’s darum, im öffentlichen Raum oder im Betrieb angemessen auf rechtspopulistische Parolen zu reagieren. Die jeweilige Situation selber einzuschätzen und daraus ggf. Handlungsmöglichkeiten zu generieren ist ebenso Schulungsbestandteil.  

Türkische FaschistInnen marschierten durch Kölner Innenstadt

12.04.2016, Köln. Circa 300 türkische FaschistInnen marschierten am vergangenen Sonntag durch die Kölner Innenstadt und versuchten immer wieder, eine Gegendemonstration türkischer, kurdischer und deutscher Gruppen anzugreifen. Eine bisher unbekannte »Initiative Friedensmarsch für die Türkei-AYTK (Europäische Neue Türken Komitee – Avrupa Yeni Türkler Komitesi)« – hatte die Demonstration unter anderem in Köln organisiert. Während die deutschsprachige Überschrift des Aufrufs „Protest gegen den Terror der PKK und des IS“ hieß, war der türkische Slogan schon erheblich deutlicher:“Alles für das Vaterland – Märtyrer sind unsterblich – Das Vaterland ist unteilbar“. So war ein Großteil der TeilnehmerInnen den faschistischen „Grauen Wölfen“ zuzuordnen, wie immer wieder durch Handzeichen signalisiert wurde. Ein chaotischer Polizeieinsatz führte mehrfach dazu, dass die rechte Demonstration in die Nähe der GegendemonstrantInnen gelang, die immer wieder mit Flaschen beworfen wurden, ohne dass die Polizei eingriff. Festnamen wurden allerdings reichlich auf Seiten der linken DemonstrantInnen getätigt. Gegen 18:00 Uhr wurde die äußerst aggressive Demonstration der türkischen Rechten von der Polizei Richtung Ebertplatz abgedrängt.

Das ist alles nur geklaut…

Wer braucht noch Daily Soaps, wir haben ja Pro NRW.Vor dem Bonner Amtsgericht kam es gestern auf den Tisch: Der ehemalige Bonner Ratsherr für Pro NRW, Detlef Schwarz, hatte 2014 sein Ratsmandat an Christopher von Mengersen verkauft. In einer schriftlichen Vereinbarung hatten die beiden festgelegt, dass Schwarz bis zum Ende der Ratsperiode monatlich 560,- € von von Mengersen bekommt, also ca. 30.000,-€. Nicht schriftlich festgelegt, aber ganz offensichtlich so vereinbart hatten die beiden, dass Schwarz dafür sein Ratsmandat an von Mengersen abtritt. Das Problem: Nach der ersten Rate stellte von Mengersen seine Zahlungen ein, worauf Schwarz nun vor Gericht zog, um das ausstehende Geld einzutreiben. Für den Richter des Amtsgerichtes war die Sache allerdings klar:„Für mich ist das ein Mandatsverkauf“, so Richter Stollenwerk, und damit sittenwidrig. Der Klage von Schwarz wird demnach nicht stattgegeben, das Urteil wird am 03.02. 2016 gefällt. Ob dieser Kuhhandel für von Mengersen noch weitere Konsequenzen hat, wird nach Auskunft des Stadt-Vizesprechers nach Erhalt des Urteils geprüft werden.

Pro-NRW versinkt im Chaos – Parteiausschlussverfahren gegen Dominik Roeseler

Es geht zu wie in einer schlechten Seifenoper bei Pro NRW. Auf der Vorstandssitzung am 10.02.16 muss es heiß hergegangen sein. Beleidigungen, verbale und körperliche Attacken zwischen Bastian Pufal, Horst Roeseler und anderen Pro NRWlern waren offen-sichtlich eskaliert. Hier ein Auszug aus Dominik Roeselers Schilderungen: „Und gestern war es also wieder Bastian Pufal, der Vorstandsmitglieder in übelster Art und Weise beschimpfte, bespuckte und körperlich anging. Aus einem beiläufigen Gespräch nach der Vorstandssitzung heraus eskalierte Pufal eruptiv und beleidigte das Vorstandsmitglied Holm Teichert u.a. als „Hurensohn“ und drohte mit Gewalt. Kurze Zeit später rannte er im manischen Wahnsinn durch die Geschäftsstelle und brüllte lauthals in übelster Gossenmanier herum. Dabei rief er auch antisemitische Parolen.

Wir wollen eine Antwort: War der Reker-Attentäter Frank S. V-Mann des Verfassungsschutzes?

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger heute meldet, antwortete die Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Volker Beck nach einer möglichen V-Mann-Tätigkeit des Attentäters Frank S.: „Eine Beantwortung der Frage könne „nach sorgfältiger Abwägung nicht erfolgen.“ Ist das bereits ein Eingeständnis? In aller Regel wird die Auskunft auf derartige Anfragen verweigert, wenn eine Tätigkeit für Geheimdienste besteht. Steht hier der nächste V-Mann-Skandal ins Haus? Innerhalb des NSU-Komplexes gibt es bereits eine schier unendliche Verwicklung von staatlich bezahlten V-Leuten. Auch ein führender Kader der Kölner Neonazi-Szene wurde ca. 15 Jahre vom Verfassungsschutz für seine Tätigkeit bezahlt. Wir fordern sofortige Aufklärung, ob Frank S. V-Mann des Verfassungsschutzes war. Hat ein staatlich finanzierter Neonazi das Attentat auf Henrieke Reker begangen? Worin besteht die „sorgfältige Abwägung“, die eine Beantwortung dieser Frage nicht zulässt?